Anlagekriterien im Überblick

Inhaltsverzeichnis

Bevor die Geldanlage wirklich realisiert wird, steht für die meisten Anleger zunächst eine relativ lange Planungsphase an. Dabei stellt sich auch die Frage, welche Anlagekriterien bei der Entscheidung für die passende Geldanlage wichtig sind: Welche Rendite soll erzielt werden, wie sicher soll die Vermögensanlage sein und über wie viele Jahre möchtest Du anlegen – das sind nur ein paar Kriterien, die bei der Geldanlage eine Rolle spielen. 

Wir erklären Dir, was man genau unter Anlagekriterien versteht, welche es gibt und wie viele davon wirklich wichtig sind für Deine individuelle Vermögensanlage. 

  • Definition: Anlagekriterien helfen Dir dabei, eine Geldanlage in Bezug auf bestimmte Merkmale zu bewerten. Zu den wichtigsten Kriterien gehören Sicherheit, Liquidität und Rentabilität. 
  • Subjektive und objektive Kriterien: Innerhalb der Anlagekriterien kann man zwischen subjektiven und objektiven Kriterien unterscheiden. Objektive Kriterien wie z. B. Sicherheit und Rendite sind für jedes Investment wichtig, während subjektive Anlagekriterien wie z. B. Nachhaltigkeit nicht für jeden Anleger eine Rolle spielen. 
  • Individuelle Entscheidung: Welche Anlagekriterien für Dich persönlich wichtig sind, ist von Deinen individuellen Zielen und Deiner Anlagestrategie abhängig. Deshalb ist es ratsam, sich vor der Entscheidung umfassend damit zu beschäftigen, was Dir bei Deiner Geldanlage wichtig ist. 

Was sind Anlagekriterien?

Zu den wichtigsten objektiven Anlagekriterien bei der Geldanlage zählen Sicherheit, Liquidität und Rentabilität. Das Verhältnis dieser drei Kriterien wird im magischen Dreieck der Geldanlage dargestellt, um so jede Anlageform beurteilen und einschätzen zu können. 

Innerhalb der Anlagekriterien unterscheidet man häufig insbesondere bei Bankanlagen und Börseninvestments nach sogenannten Positiv- und Negativkriterien. Positivkriterien konzentrieren sich auf die Auswahl von Unternehmen, die bestimmte Anforderungen in Bezug auf ökologische und soziale Aspekte besonders gut erfüllen. Zu den Positivkriterien gehören: 

  • Berichterstattung zu ökologischen Aspekten 
  • Berichterstattung zu sozialen Aspekten 
  • Veröffentlichung von Vorstandsgehältern
  • Berichterstattung zur gesellschaftlichen Verantwortung (Corporate Social Responsibility)

Bei den Negativkriterien handelt es sich um Merkmale, die zum Ausschluss von Investments in bestimmte Unternehmen, Branchen oder Länder führen. Dazu gehören z. B. unternehmerische Engagements in die Rüstungsindustrie, Alkohol, umweltschädliche Chemikalien oder Atomkraft. 

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Die objektiven Anlagekriterien im Überblick 

Die Anlagekriterien bei der Geldanlage kann man in objektive und subjektive Kriterien unterscheiden. Die objektiven Anlagekriterien Sicherheit, Liquidität und Rentabilität aus dem magischen Dreieck der Geldanlage sind für jeden Anleger bei der Wahl einer Anlageform interessant. Subjektive Anlagekriterien wie z. B. Nachhaltigkeitskriterien oder die Art des Investments können dagegen für jeden Anleger unterschiedlich wichtig sein.

Sicherheit

Die Sicherheit einer Geldanlage beschreibt, dass das eingesetzte Kapital mit hoher Wahrscheinlichkeit erhalten bleibt. Dabei hängt es von der gewählten Anlageform ab, ob das angelegte Vermögen lediglich bei der Rückzahlung unvermindert sein soll oder auch während des gesamten Anlagezeitraums. Anlagen wie Festgeld, Tagesgeld oder auch das Sparbuch erfüllen daher in hohem Maße das Kriterium der Sicherheit, weil Du als Anleger das Geld nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit mit dem vollen Betrag (und gegebenenfalls Zinsen) zurückbekommst. Die Absicherung über die gesetzliche Einlagensicherung senkt das Risiko dieser Anlagen zusätzlich. Zu beachten ist seit einigen Jahren allerdings, dass aufgrund von Niedrigzinsen oder sogar Minuszinsen bei gleichzeitig steigender Inflation sich auch bei diesen Geldanlagen der effektive Wert Deines Geldes verringern kann.

Rentabilität

Die Rentabilität einer Geldanlage beschreibt das Verhältnis von Nutzen und Kapitaleinsatz. Maßgeblich dafür sind zwei Faktoren: die erzielten Erträge sowie die Entwicklung von Wert, Preis und Kurs der Anlage. Die erzielten Erträge, also die Rendite, zeigt auf, in welchem Verhältnis das eingesetzte Kapital zum Ertrag des Investments steht. Als Erträge bezeichnet man z. B. Zinsen und Dividenden, aber auch Miet- und Verkaufserlöse gehören dazu. Erhältst Du als Anleger am Ende mehr Geld als Du angelegt hast, kann sich die Anlage schon gelohnt haben. Wichtig bei der Rentabilität ist jedoch, dass sie den Erwartungen des Anlegers nahekommt. Maßgebend für die Rendite ist also nicht nur, dass Du überhaupt einen Gewinn erzielst, sondern ob die erzielte Rendite auch zur Realisierung Deiner Ziele führt. Möchtest Du eine überdurchschnittliche Rendite erzielen, um Dein Vermögen aufzubauen, solltest Du Dir über die damit verbundenen höheren Risiken im Klaren sein. 

Liquidität

Die Liquidität wird als Anlagekriterium häufig von Anlegern vernachlässigt. Dabei sollte man die Verfügbarkeit bei der Geldanlage auf keinen Fall unterschätzen. Die Liquidität bezeichnet den Zeitraum, in dem das eingesetzte Kapital idealerweise, ohne zusätzliche Kosten, wieder in Bankguthaben oder Bargeld umgewandelt werden kann. Wer überraschend Geld benötigt und über keine liquiden Geldanlagen in seinem Portfolio verfügt, muss häufig mit unnötigen Kosten und – je nach Entwicklung – mit Kursverlusten rechnen. Zwar bedeutet eine hohe Liquidität häufig niedrigere Renditen, allerdings ist es dennoch sinnvoll, auch einen Teil des Anlagenportfolios liquide zu halten. Weißt Du zum Zeitpunkt der Anlage bereits, dass Du das Geld zu einem bestimmten Zeitraum benötigst, lässt sich dies bei der Wahl der Anlageform berücksichtigen. So könntest Du z. B. ein Festgeld mit einem Vertrag über zwei Jahre abschließen, wenn Du das Geld dann sicher benötigst. 

Subjektive Kriterien bei der Geldanlage

Mit den Anlagekriterien Sicherheit, Rentabilität und Liquidität kannst Du als Anleger jede Form der Anlage einordnen und bewerten. Damit deckst Du quasi die wichtigsten Basiskriterien bei der Anlage ab. Darüber hinaus gibt es aber für jeden Anleger noch weitere, allerdings eher subjektive Kriterien, welche die Wahl der Geldanlage beeinflussen. Möchtest Du z. B. beim Vermögensaufbau auf ethisch korrekte und nachhaltige Kriterien setzen, kommen andere Anlageformen für Dich in Frage, als wenn Dir diese Thematik bei der Geldanlage gar nicht wichtig ist. Um bei der Geldanlage die bestmögliche Entscheidung für Dich zu treffen, lohnt es sich daher, dass Du Dich auch mit den subjektiven Anlagekriterien vorab beschäftigst. 

Nachhaltigkeitskriterien bei der Geldanlage

Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass Verbraucher sich zunehmend für die Nutzung ihres Geldes durch Banken und Unternehmen interessieren. Immer mehr Anleger möchten auch bei ihrer Geldanlage auf das Thema Nachhaltigkeit achten und mit ihrem Geld z. B. keine umweltschädigenden Projekte oder Unternehmen aus der Rüstungsindustrie unterstützen. Eine einheitliche Definition für nachhaltige Geldanlagen existiert jedoch nicht. Allerdings gibt es verschiedene Kriterien, nach denen die Nachhaltigkeit einer Anlage bewertet wird. Häufig werden als Maßstab die sogenannten ESG-Kriterien herangezogen, also Umweltaspekte (Environment), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance). Die Einstufung von Unternehmen nach diesen Kriterien soll Faktoren wie Energieeffizienz, reduzierte CO2-Emissionen, faire Bezahlung für Arbeiter, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit oder die Bekämpfung von Korruption fördern. 

Um nachhaltige Anlagekriterien bei Deiner Geldanlage zu berücksichtigen, kannst Du Dein Geld z. B. bei Umweltbanken anlegen oder in die Aktien von Unternehmen investieren, die den ESG-Kriterien entsprechen. Auf diese Weise lässt sich die Nutzung für umweltschädliche Zwecke vermeiden. 

Anlageziele

Jeder Anleger verfolgt seine individuelle Anlagestrategie und hat damit auch unterschiedliche Anlageziele. Deshalb gehört die Frage, ob eine Anlage zu Deinen Zielen passt, definitiv zu den subjektiven Anlagekriterien. Hast Du eine Anlagestrategie für Dich gefunden und weißt genau, welches Ziel Du mit der Vermögensanlage verfolgst, kannst Du Dich nach passenden Anlageformen umsehen. Dabei wirst Du sicher bemerken, dass nicht jede Form der Geldanlage für Dich in Frage kommt. Willst Du z. B. über einen langen Zeitraum mit möglichst wenig Risiko Geld anlegen, kann ein Investment in einzelne Aktien oder risikoreichere Wertpapiere eher nicht für Dich geeignet sein. 

Transparenz der Geldanlage

Eine Faustregel bei der Vermögensanlage lautet: „Investiere nur in das, was Du auch verstehst“. Und tatsächlich lohnt es sich, dieses Motto bei der Geldanlage zu beachten. Deshalb gehören die Transparenz und Verständlichkeit einer Geldanlage ebenfalls zu den subjektiven Kriterien. Während es einigen Anlegern nicht so wichtig ist, ob sie alle Details einer Anlageform verstehen, ist es für das Sicherheitsgefühl anderer Investoren essenziell. Um böse Überraschungen zu vermeiden, lohnt es sich grundsätzlich, dieses Kriterium bei der Geldanlage zu berücksichtigen. 

Diversifizierung

Die Diversifizierung ist ein wichtiges Kriterium bei der Geldanlage, das vor allem für das Risiko des Anlageportfolios entscheidend ist. Grundsätzlich ist es für jeden Anleger ratsam, möglichst diversifiziert zu investieren und so das Gesamtrisiko niedrig zu halten. Allerdings gibt es auch hier – je nach Sicherheitsbedürfnis und Anlegertyp – Unterschiede, wie diversifiziert man anlegen möchte. Das macht die Diversifizierung auf jeden Fall zu einem wichtigen, aber dennoch subjektiven Anlagekriterium. 

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Fazit: Mit Hilfe von Anlagekriterien die passende Geldanlage finden 

Bei der Entscheidung für eine Geldanlage solltest Du die Anlagekriterien Sicherheit, Rentabilität und Liquidität auf jeden Fall beachten, denn diese haben den größten Einfluss darauf, ob Du Deine Ziele mit Deiner Vermögensanlage erreichen kannst. Was Dir darüber hinaus wichtig ist, kannst Du mit den subjektiven Anlagekriterien prüfen. Während manche Anleger lieber auf nachhaltige Art und Weise investieren möchten, steht für andere vor allem die Transparenz und eine höchstmögliche Diversifizierung im Fokus. Je nachdem, welche Anlagekriterien Du für Dich als wichtig definierst, kommen unterschiedliche Anlageformen in Frage. Möchtest Du mehr Risiko eingehen, um höhere Renditen zu erreichen und hast kein Problem mit Börseninvestments, dann kannst Du z. B. in Aktien und Wertpapiere investieren. Spielt Sicherheit für Dich eine große Rolle, sind diese Anlagen vermutlich eher weniger geeignet. 

Einen Kompromiss aus Sicherheit und Rentabilität können z. B. digitale Immobilien Investments bieten. Damit investierst Du in Immobilien, ohne den hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand einer eigenen Immobilie in Kauf zu nehmen. Mit dem PROPVEST Immobilien-Sparplans kannst Du schon ab einem Betrag von 25 Euro diversifiziert in attraktive Bestandsimmobilien investieren. Du willst die Immobilienanlagen selbst aussuchen? Dann ist PROPVEST Select das richtige Investment für Dich! 

FAQ – Wir beantworten weitere Fragen zum Thema Anlagekriterien

Welche Anlagekriterien sind wichtig für mich? 

Welche Anlagekriterien für Dich wichtig sind, ist von Deinen Zielen und Deinem Anlegertyp abhängig. Grundsätzlich lohnt es sich, auf die drei objektiven Anlagekriterien Sicherheit, Rentabilität und Liquidität zu achten. Welche Kriterien Du bei Deiner Geldanlage darüber hinaus heranziehen möchtest, hängt davon ab, welche Aspekte Dir persönlich bei der Vermögensanlage wichtig sind. 

Unterscheiden sich die Anlagekriterien je nach Anlageform? 

Betrachtet man das magische Dreieck der Geldanlage, dann kann eine Anlageform nicht alle drei Anlagekriterien gleichzeitig erfüllen. Aus diesem Grund variiert es je nach Form der Geldanlage, welche Kriterien relevant sind. Bei Aktien sind z. B. die Kriterien Rentabilität und Liquidität eher erfüllt als die Sicherheit, während es für Tagesgeld eher Liquidität und Sicherheit oder für Immobilien eher Rentabilität und Sicherheit wären. 

Welche Nachhaltigkeitskriterien gibt es bei der Geldanlage? 

Da es keine einheitliche Definition für nachhaltige Geldanlagen gibt, werden als Nachhaltigkeitskriterien vor allem die sogenannte ESG-Kriterien zu den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung herangezogen. Wer in ESG-konforme Anlagen investiert, kann so die Nutzung seines Geldes positiv beeinflussen.

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Disclaimer:
Die Informationen, Empfehlungen und Erläuterungen in unserem Magazin stellen ausschließlich unverbindliche Informationen ohne jede Gewähr und Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit dar. Es handelt sich nicht um eine Rechts- oder Anlageberatung und kann und soll diese nicht ersetzen.